|
Gottesdienstreform in der Kreuzgemeinde
- Eine lebendige Gemeinde braucht einen lebendigen Gottesdienst -
|
|
"Der Gottesdienst sollte nicht länger Museum für Gottesdienstgeschichte sein."
Kirchenvorstand der Kreuzgemeinde, 11. 4. 1996,
aktualisiert im Januar 2002.
von Pastor Rudolf Mercker
|
Einleitung:
Die Diskussion um die dringend notwendige Reform unserer Kirche darf nicht außer Acht lassen, dass eine Kirchen- bzw. eine Gemeindereform ohne eine Gottesdienstreform Stückwerk bleibt. Es kann keine erneuerte Gemeinde und auch keine erneuerte Kirche ohne eine tiefgreifende Reform des "normalen" Gottesdienstes geben. Beide Erneuerungsbemühungen sind dann am verheißungsvollsten, wenn sie gleichermaßen von den Gemeinden bzw. von der Kirchenbasis getragen werden.
Im Folgenden dazu Erfahrungen aus unserer Gemeinde. Hier sind Gottesdienst- und Gemeindereform aufeinander bezogen, wobei in der folgenden Darstellung die Gottesdienstreform im Vordergrund steht. |
1. Der "neue" Gottesdienst in unserer Gemeinde-Übersicht
Im Laufe eines seit über 20 Jahre andauernden, schrittweisen Prozesses hat sich in unserer Gemeinde der normale Gottesdienst tiefgreifend verändert. Die Atmosphäre, die "Stimmung" ist eine total andere geworden, die Liturgie hat - äußerlich gesehen - fast nichts mehr mit der überlieferten Grundform zu tun, es gibt zahlreiche, in der Gemeinde selbst entstandene Lieder, meistens zu Gitarrenbegleitung gesungen, es gibt vielfältige aktive Mitgestaltungen des Gottesdienstes aus der Gemeinde heraus - und vor allem: die inhaltliche Ausprägung des Gottesdienstes entspricht heutigen theologischen Erkenntnissen ebenso wie der Praxis unserer Gemeindearbeit. Bemerkenswert dabei ist, dass all dies auch von den älteren Gottesdienstbesuchern mitgetragen und begrüßt wird. Der Gottesdienstbesuch hat sich deshalb deutlich verbessert. Er reicht von "normal" bis hin zu "Kirche überfüllt". Es kommen Besucher aus anderen Gemeinden. |
|
|
|
 |